Der Kontext

In Folge verschiedener Bewirtschaftungformen, unter anderem der Wanderschäferei und der Rodungen der Wälder für die Holzkohleherstellung, entwickelte sich die Landschaft im Osten Belgiens und insbesondere in den Hochardennen schrittweise zu weitflächigen Heide- und Magerrasenlandschaften. Diese weitläufigen Flächen wurden regelmäßig durch Bachtäler durchschnitten, in denen die traditionelle Art der Bewässerung, dem Flüxen, angewendet wurde. Ab Mitte des XIX. Jahrhunderts verloren diese Bewirtschaftungsformen nach und nach an Rentabilität und alle Flächen, die nicht in einem intensiveren und maschinelleren Bewirtschaftungsregim überführt werden konnten fielen brach und/oder wurden großflächig mit Fichten aufgeforstet. Hieraus erklärt sich zunächst die Zerstückelung worauf ein nahezu komplettes Verschwinden der halbnatürlichen Lebensräume als auch ihre dazugehörende Flora und Fauna einherging. Unter diesen Lebensräumen finden wir Heideflächen, Borstgrasrasen, Feuchtwiesen mit Schlangenknöterich in den Tälern, etc.

Darstellung der Lebensraumentwicklung in Limerlé während ungefähr einem Jahrhundert (1872 – 1988) – Vergleicht man die drei verschiedenen Auszüge der Militärkarten dieser Region, erkannt man das Verschwinden ganzer Heideflächen (rote Markierung in der letzten Karte – spiegelt die Heide- und Magerrasenflächen wieder) als auch große Fläche der Feuchtwiesen in den Tälern (in violetter Farbe).

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